
„Ich bin tief berührt und beeindruckt vom Mut der Jugendlichen und dankbar für ihre Offenheit. Auf der Bühne haben sie ihre Gedanken und Sorgen, ihre Hoffnungen und Freuden mit uns geteilt. Was sie ausgesprochen haben, bewegt viele Jugendliche – und wir bekommen es nur selten oder nie zu hören. Wahrscheinlich haben wir in mancher Szene auch Themen, die uns in unserer Jugend bewegten, wiedererkannt. Sicherlich können wir uns an all die vielen Schritte erinnern, die wir seitdem auf unserem Lebensweg gegangen sind und heute noch gehen – sowie an die Sehnsucht nach Unterstützung und die Dankbarkeit, wenn wir hilfreiche Impulse bekamen.“
Ihre Majestät Königin Silvia von Schweden
Was bewegt junge Menschen heute? Welche Sorgen haben sie, was gibt ihnen Hoffnung – und wie wird aus vielen ICHs ein starkes WIR?
Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Mentor Stiftung Deutschland entstand 2026 unter der Leitung von Schauspieler und Mentor-Botschafter Oliver Wnuk das Bühnenprojekt „wir_jetzt_hier“. Im Mittelpunkt: zehn Jugendliche im Alter von 15 bis 19 Jahren, die ihre Lebenswelt und persönliche Perspektiven künstlerisch zum Ausdruck brachten.
Über ein Jahr hinweg entwickelten die Schüler*innen der Geschwister-Scholl-Schule Konstanz dafür gemeinsam mit professionellen Künstler*innen eine vielschichtige Inszenierung. Ihre Gedanken und Erfahrungen bildeten dabei die Grundlage für das Bühnenstück, das Theater, Musik, Tanz und Gesang vereinte.

Das Projektteam

Die künstlerische Gesamtleitung übernahm Schauspieler, Autor und Botschafter der Stiftung Oliver Wnuk. Zusammen mit den Jugendlichen entwickelte er ihre eigenen Geschichten weiter und formt daraus die dramaturgische Grundlage des Bühnenprojekts.

Die musikalische Leitung lag bei Gabriel Venzago, Chefdirigent der Bodensee Philharmonie. Mit großer musikalischer Sensibilität begleitete er das Projekt und verlieh den Stimmen und Geschichten auf der Bühne eine klangliche Tiefe.

Gemeinsam mit Oliver Wnuk arbeitete die Theaterpädagogin Saskia Junggeburth eng mit den Jugendlichen zusammen. Sie unterstützte sie dabei, eigene Ausdrucksformen zu entwickeln und ihre persönlichen Perspektiven in den künstlerischen Prozess einzubringen. Beide haben ihr Abitur an der Geschwister-Scholl-Schule Konstanz gemacht.

Mit im Team war auch die Filmemacherin Teresa Renn, die nicht nur einen Dokumentarfilm über das Projekt drehte, sondern als Regieassistentin auch das Gesamtprojekt koordinierte. Dabei wirkte sie als verbindendes Element zwischen dem Künstlerischen und dem Organisatorischen und trug dazu bei, dass beide Bereiche bestmöglich ineinandergriffen.
Weitere Mitwirkende
Unter der musikalischen Leitung von Chefdirigent Gabriel Venzago begleitete die Bodensee Philharmonie die Aufführungen und gab den persönlichen Geschichten der Jugendlichen eine besondere musikalische Ausdruckskraft. Mit dabei war außerdem der Großer Chor der Geschwister-Scholl-Schule Konstanz, der gemeinsam mit den jungen Darsteller*innen für Gänsehautmomente sorgte.
Hinter den Kulissen unterstützten das Europäische KulturForum Mainau e. V. sowie ehrenamtliche Mentor*innen der Mentor Stiftung Deutschland die Umsetzung des Projekts.
Mut, der beeindruckt
Sich zeigen, die eigene Stimme finden und offen über das sprechen, was einen wirklich bewegt – dafür braucht es Mut.
Genau diesen Mut bewiesen die Jugendlichen bei „wir_jetzt_hier“. Sie beschäftigten sich mit Identität, Liebe, Freundschaft, gesellschaftlichen Erwartungen, Leistungsdruck und Zukunftsperspektiven. Persönliche Unsicherheiten fanden dabei ebenso Raum wie Humor, Lebensfreude und der Wunsch nach Zugehörigkeit.
Das Projekt bot ihnen die Möglichkeit, über sich hinauszuwachsen, Selbstvertrauen zu entwickeln und die eigenen Sichtweisen mit anderen zu teilen.

Eine Premiere, die in Erinnerung bleibt
Es war ein ganz besonderer Moment im Jubiläumsjahr der Mentor Stiftung: die Premiere von „wir_jetzt_hier“ am 07. Oktober im Bodenseeforum Konstanz, bei der Königin Silvia von Schweden persönlich zu Gast war.
Die Aufführung begeisterte durch das außergewöhnliche Zusammenspiel der jungen Darsteller*innen mit Orchester und Chor. Mal nachdenklich, mal humorvoll, mal laut und emotional – die unterschiedlichen Szenen eröffneten dem Publikum einen unmittelbaren Zugang zur Gedankenwelt der jungen Generation.
Ein Abend, der berührte, zum Nachdenken anregte und noch lange nachwirken wird.




























































