Gemeinsam mit Ihrer Majestät Königin Silvia von Schweden und zahlreichen Wegbegleiter*innen haben wir am 07. und 08. Oktober unser zehnjähriges Bestehen gefeiert. Mit bewegenden Momenten auf und neben der Bühne, dem ersten „Mentor-Zukunftspreis“ und vor allem mit denjenigen, die Mentor seit jeher ausmachen: Menschen, die Jugendliche ermutigen und auf ihrem Weg begleiten.
Wenn junge Menschen zeigen, was in ihnen steckt
Den Auftakt unserer Jubiläumsfeierlichkeiten machte am 7. Oktober die Premiere von „wir_jetzt_hier“ im ausverkauften Bodenseeforum Konstanz. Rund 800 Gäste erlebten einen Abend, der eindrucksvoll zeigte, was entstehen kann, wenn junge Menschen Raum bekommen, sich auszuprobieren, ihre Geschichten zu erzählen und über sich hinauszuwachsen.
Mehr als ein Jahr lang hatte Schauspieler, Autor und Mentor-Botschafter Oliver Wnuk als Initiator und künstlerischer Leiter gemeinsam mit den Jugendlichen an dem Bühnenprojekt gearbeitet. Das Ergebnis war weit mehr als eine Aufführung: Es war ein Abend voller Mut, Offenheit und echter Emotionen. Die Bodensee Philharmonie unter der Leitung von Chefdirigent Gabriel Venzago verlieh dem Stück dabei eine besondere musikalische Tiefe.

Unter den Gästen war auch Flavia Zaka, Ehefrau des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Cem Özdemir. Sie betonte, wie wichtig es sei, voneinander zu lernen und sich auf unterschiedliche Perspektiven einzulassen: „Mentoring ist nicht nur für junge Menschen wertvoll. Die Fähigkeit, sich auf die Erfahrungen und Perspektiven anderer Generationen einzulassen, ist für uns alle wichtig und für eine lebendige Demokratie unverzichtbar. Die Mentor Stiftung leistet in diesem Bereich bemerkenswerte Arbeit.“
Auch Ihre Majestät Königin Silvia von Schweden, Gründerin und Vorsitzende von Mentor International, erlebte die Premiere persönlich mit. Wie sehr sie der Abend berührt hatte, wurde am folgenden Tag deutlich: „Danke, dass ich bei der Premiere des Bühnenprojektes dabei sein durfte. Ich bin tief berührt und beeindruckt vom Mut der Jugendlichen und dankbar für ihre Offenheit.“
Ein Jahrzehnt Mentor – und noch so viel vor uns
Am 8. Oktober ging es auf der Insel Mainau weiter. Gemeinsam mit zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft blickten wir beim offiziellen Festakt auf zehn Jahre Mentor Stiftung Deutschland zurück.
Für einen musikalischen Höhepunkt sorgte Neo Klingl, Gewinner von „The Voice Kids“ 2025, der den Festakt mit seinem Auftritt bereicherte. Auch die zweifache olympische Silbermedaillengewinnerin Emma Aicher brachte ihre Perspektive ein. Die deutsch-schwedische Skirennläuferin berichtete davon, wie wichtig ältere Teamkollegen als Mentor*innen für sie seien. Erfahrung, Vertrauen und Teamgeist spielten schließlich nicht nur im Spitzensport eine entscheidende Rolle.
Ein Zukunftspreis, der ein besonderes Versprechen würdigt
Ein weiterer bewegender Moment war die erstmalige Verleihung des „Mentor-Zukunftspreises“. Mit dieser Auszeichnung würdigten wir Monika Brandt für ihr langjähriges Engagement und ihre außergewöhnlich verlässliche Unterstützung. Denn wer junge Menschen nachhaltig stärken möchte, braucht Menschen, die langfristig an diese Aufgabe glauben.
Monika Brandt gehört zu diesen Menschen. 2024 sagte sie der Mentor Stiftung ihre Unterstützung für zehn weitere Jahre zu. Eine Zusage, die uns nicht nur Planungssicherheit schenkt, sondern vor allem die Möglichkeit, Projekte für Jugendliche langfristig weiterzuentwickeln. Moritz Ritter, Mitglied unseres Stiftungsvorstands, brachte es in seiner Laudatio auf den Punkt: „Sie halten, was Sie versprechen. Im Jahr 2024 haben Sie Mentor Ihre Unterstützung für zehn Jahre zugesagt. Das ist mehr als eine Spende. Das ist ein Versprechen an die nächste Generation.“
Dass selbst bei einem feierlichen Festakt nicht immer alles nach Plan läuft, zeigte sich bei der Preisverleihung. Als die Preisskulptur kurz zu Boden fiel, nahm unsere Vorstandsvorsitzende Bettina Gräfin Bernadotte den kleinen Zwischenfall mit Humor: „Mentor und der Zukunftspreis stehen auf stabilem Fundament. Auch ein Sturz ändert daran nichts.“ Ein Moment, der fast sinnbildlich für unsere Arbeit steht. Denn auch im Leben junger Menschen läuft nicht immer alles glatt. Umso wichtiger ist es, ihnen Mut zu machen, nach Rückschlägen wieder aufzustehen und ihren eigenen Weg weiterzugehen. Monika Brandt zeigte sich über die Auszeichnung sichtlich bewegt: „Beeindruckend, was Mentor alles auf die Beine gestellt hat. Danke für die besondere Auszeichnung.“
Ein königlicher Besuch, der in Erinnerung bleibt
Eine besondere Freude war es für uns, Ihre Majestät Königin Silvia von Schweden an beiden Jubiläumstagen an unserer Seite zu wissen. Auch die Besucher*innen der Insel Mainau hatten die Gelegenheit, die schwedische Königin bei ihrem Besuch im Schlosshof persönlich zu erleben. Eine Begegnung, die bei Groß und Klein für strahlende Gesichter sorgte.
Für Björn Graf Bernadotte, Geschäftsführer der Mainau, war der erneute Besuch nach 2019 und 2023 ein besonderes Zeichen der Verbundenheit und gegenseitigen Wertschätzung.
Danke an alle, die Mentor möglich machen
Zehn Jahre Mentor sind für uns vor allem eines: zehn Jahre, in denen viele Menschen gemeinsam etwas bewegt haben. Denn hinter jedem Projekt, jeder Begegnung und jedem persönlichen Entwicklungsschritt stehen Menschen, die sich mit Überzeugung und Herzblut engagieren. Bettina Gräfin Bernadotte betont deshalb: „Doch all das ist nur möglich, weil wir ein tolles Team haben. Mein besonderer Dank gilt unserem Mentor-Kernteam Matthias Ehret, Sybille Perez, Susanne Hübschle, Thomas Strobel und Solveig Wappler-Niemeyer, unseren Regionalkoordinator*innen, Mentor-Botschafter*innen und allen ehrenamtlichen Mentor*innen. Ihr seid diejenigen, die unsere Arbeit vor Ort mit Leben füllen. Ebenso danke ich meinen Kolleg*innen im Stiftungsvorstand. Ohne euch wäre all das nicht möglich.“
Zehn Jahre Mentor sind deshalb nicht nur ein Grund zum Feiern, sondern auch ein Ansporn, weiterzumachen.
„Wir freuen uns über das gemeinsam Erreichte in den vergangenen zehn Jahren. Nun richten wir unseren Blick nach vorne, um auch in Zukunft Jugendliche durch Mentoring zu stärken und damit zur Resilienz unserer Gesellschaft beizutragen“, so Bettina Gräfin Bernadotte.
Wir nehmen aus diesen zwei besonderen Tagen viele Eindrücke, inspirierende Begegnungen und vor allem große Dankbarkeit mit: Danke an alle, die Teil unserer Mentor-Geschichte sind. Wir freuen uns auf alles, was noch vor uns liegt!



























































